Letzte Änderung: 20. April 2017

Dritte Yale - Humboldt Consumer Law Lecture 2016

Am Montag, den 6. Juni 2016, fand die dritte Yale-Humboldt Consumer Law Lecture im Senatssaal der Humboldt-Universität zu Berlin statt. Die von Frau Prof. Dr. Susanne Augenhofer, LL.M. (Yale) initiierte Veranstaltungsreihe trägt zu einer Förderung des transatlantischen Austauschs auf dem Gebiet des Verbraucherrechts bei. In diesem Jahr konnten Frau Prof. Roberta Romano (Yale Law School), Herr Prof. Richard Brooks (Columbia Law School) und Herr Prof. Henry B. Hansmann (Yale Law School) gewonnen werden. Die Festvorträge umfassten dabei folgende Themen:

 

  • Prof. Richard Brooks: Law, Exit, Voice and Loyalty
  • Prof. Henry B. Hansmann: Should the Law Respect Corporate Subsidiaries?
    • Prof. Roberta Romano: A Retrospective of the CFPB's Activities.

     

     

    Herr Prof. Dr. Peter Frensch, Vizepräsident für Forschung der Humboldt-Universität zu  Berlin, eröffnete die Veranstaltung mit einem Grußwort.

    Nach einer anschließenden Einführung durch Frau Prof. Augenhofer, gab Herr Prof. Brooks im ersten Vortrag einen Überblick zu den Grundsätzen exit, voice and liability im modernen, verbraucherrechtlichen Kontext und beleuchtete deren Auswirkungen für einzelne Formen der Rechtsdurchsetzung. Herr Prof. Brooks präsentierte die einzelnen Grundsätze unter dem Blickwinkel der rechtlichen und ökonomischen Analyse und hob dabei an einer Vielzahl von Beispielen deren zentrale Bedeutung für das Verbraucherrecht hervor.

    Im Anschluss daran bezog sich Herr Prof. Hansmann in seinem Vortrag auf die Vorteile, die eine Gründung von Tochtergesellschaften bieten kann. Dabei schilderte Herr Prof. Hansmann zum einen die wirtschaftlichen Auswirkungen des äußeren Vermögensschutzes zwischen der Gesellschaft und ihren Aktionären und zeigte dabei insbesondere die Vorteile einer Gesellschaft gegenüber einer Partnerschaft auf. Zum anderen bezog er sich auf den Vermögensschutz innerhalb einer Unternehmensgruppe. Schließlich stellte er Grundsätze auf, anhand derer eine Durchgriffshaftung beurteilt werden könnte.

    Abschließend referierte Frau Prof. Romano in ihrem Vortrag zu dem vom US-Kongress im Wege der globalen Finanzkrise in den Jahren 2008-2009 gegründete Consumer Financial Protection Bureau (CFPB). Sie stellte dabei nicht nur den Gründungsprozess, sondern insbesondere die besonderen strukturellen Merkmale dieser unabhängigen Behörde, welche für den Verbraucherschutz im Finanzsektor zuständig ist, dar. Dabei zeigte Frau Prof. Romano zudem die einzelnen Instrumentarien der CFPB auf und führte anhand einer statistischen Auswertung deren bisherige Relevanz aus.

     

    Auf die Festvorträge folgte eine lebhafte und interessante Diskussion.